weitere Titel

1a Bambinone1y
1b Bambinone2y

z.B. das Jahr 1980: Der blutjunge BAMBINO erwacht durch eine unbekannte Schöne im Januar, sieht sich, seinen Vater und zum ersten Mal die Umwelt – und stellt Fragen. Der Fasching im Februar, der beginnende Frühling im März: Bambino löst sich von zu Hause und will in die Welt hinaus. RAGAZZO überschreitet die Grenze jenseits der Berge und durchkämmt im April die engen Gassen von Perugia, begleitet von der nunmehr erkannten Filmdiva. Assisi und Rom bis zur Jahresmitte sind Schauplätze für Sonnenspiele und die Höhen und Tiefen der Sinne. Im Juli findet sich GIOVANETTO unvermutet zwischen den Wolken wieder, wo Götter und Gaukler ihr Wesen treiben. Seine Geleiterin hält sich versteckt, seine Lehrzeit ist noch nicht zu Ende: Zunächst lernt er die altehrwürdigen Künste kennen, muss im August die Prüfungen der Tugenden ablegen (die er mit dem Prädikat GIOVANOTTO besteht) und wirft im September einen Blick in den weiten Sternenkosmos. BAMBINONE, reif wie die Früchte des Herbst geworden, erscheint im Oktober wieder in seiner Heimat. Trübe Gedanken durchziehen seinen Kopf. Bevor das Jahr vollendet ist, wird er mit der Realität von Terror, schleichender Angst und Tod konfrontiert werden. Auch Ornella, sein schützender Geist, wird ein Opfer der Zerstörung. Als das neue Jahr begonnen hat, steht Bambinone wieder dort, wo sein Anfang lag: Ist es ein neues Leben oder bleibt er ein Dummkopf, der nichts dazugelernt hat?

Scarlatto Negrentino
BAMBINONE, IL CRETINO

Worte und Bilder in 12 Monatsanzeigen
305 Seiten, Originale Vorzugsausgabe: 366 Exemplare mit Tagesnumerierung des Jahres 1980
EUR 20,-

ISBN 978-3-9800671-0-2

2a abwehrvers1y
2b abwehrvers2y

Literatur & Torte
Iterratur & Lotte

Stefan M. Erhardt
89 ABWEHR(F)VERSUCHE

a devolutionary exercise in minimal poetry
206 Seiten, Handsignaturalisierte numerierte Ausgabe
EUR 10,-

ISBN 978-3-89235-000-2

3a golgi1y
3b golgi2y

Eine Vielzahl der kurzen Erzählungen dieser Sammlung lässt sich auf das vermeintliche Naturgesetz vom Fressen und Gefressen werden beziehen, wie dies im Mikrokosmischen anhand der biologischen Abfallentsorgung im Golgi-Apparat – benannt nach einem italienischen Forscher – nachzuweisen ist. Da es sich offenbar um ein allgemeingültiges und allumfassendes Phänomen handelt, beschränken sich Inhalt und Motive dieser Stücke nicht allein auf Natürliches, Materielles und Physisches, sondern beziehen ebenso Surreales, Immaterielles und Metaphysisches ein, wobei die Grenzen meistens fließend ineinander übergehen, ein in der Schwebe, im Unklaren gehaltener labiler Zustand oft auf subtile Weise kippt oder ein vermeintlich sicheres sich als unerklärbar Fremdes erweist. Zu solcher Verunsicherung trägt auch – bewusst – die Hinzufügung von Quellen und Materialien bei, die zwar Authentizität vermitteln, aber, weil nicht zugeordnet und unvollständig, gleichwohl in die Irre führen können.

Der Autor hat bislang in verschiedenen Zeitschriften Erzählungen veröffentlicht, u.a. in: Ausgabe (1983/84), Pro./Lyrik (1985), Einblick (1986), Protokolle (1987), die horen (1989).

Henry Tauber
DER GOLGI-APPARAT

Erzählungen aus storniertem Leben mit 6 Zeichnungen von Jürgen Nemetz
(Dreiundzwanzig numerierte Ausgaben mit identitätsstiftenden Realien nur auf Nachfrage!)
140 Seiten, 10 weiteren Abbildungen
EUR 13,80

ISBN 978-3-89235-001-9

4a Gedenk
4b Gedenk

Gedenkschrift zum 70. Geburtstag am 20. Mai 1992: Interpretationen zur Lyrik, den Erzählungen, Dramen und Romanen. Deutungen und Würdigungen der Persönlichkeit.

Aus dem Inhalt:
Beatrice von Matt: Schreiben aus vergessener Tradition – Ulrich Hohoff: Kuno Raebers
Gedichte aus 35 Jahren – Christian Enzensberger: Unstillbar K. – Peter Schneider:
Zwei Schweizer in Deutschland – Martin Schmid: Raeber und das Ganze – Reinhard
Steiner: Braque’s Ovale – Sigrid Bauschinger: Kuno Raeber in Neu York – Matthias Klein:
Die entflammte Seele – Antonia und Massimo Sani: Kuno Raeber und Italien – Ignacio
Escribano-Alberca: Postmoderne und Religion – Jörg Trobitius: Metamorphosen, Spiele,
Projekte – Peter Spycher: Ein Blick auf Kuno Raebers Mißverständnisse von einem seiner Manuskripte aus – weitere Beiträge von: Cyrus Atabay, Christina Viragh, Johano
Strasser, Scarlatto Negrentino, Lothar Kramm, Hans Platschek und Fabius von Gugel

Richard A. Klein (Hrsg.)
DER DICHTER KUNO RAEBER
Deutungen und Begegnungen

272 Seiten, 50 Abbildungen
EUR 28,-

ISBN 978-3-89235-777-3

5 Ins Freie

Mit Beiträgen von Anita Albus, Hans Magnus Enzensberger, Rupert Käser, Werner von Koppenfels, Burkhart Kroeber, Michael Krüger, Ingrid gen. Mingo Rauchfuß, Helmut Vakily, Willi Winkler, Christian Enzensberger, Claus Melchior, Wolfgang Gretscher, Helga Deussen, Felix Klopotek, Christiane Wyrwa, Karl Prinz, Stefan Ripplinger, Ulrich Enzensberger.

Christian Enzensberger (1931–2009) – der Vielseitige – war Literaturwissenschaftler, Übersetzer, Schriftsteller und Naturgänger. Er lehrte in München englische Literatur, schrieb erst über Viktorianische Lyrik, dann 1977 das Theorie-Buch „Literatur und Interesse“ und 1987 seine Funktionsästhetik: „Welches Bedürfnis nach der Literatur?“ Er leitete Studenten-Kurse zur literarischen Übersetzung und hatte seit den 60er Jahren bedeutende Übersetzungen publiziert, vom griechischen Nobelpreisträger Georgios Seferis über Lewis Carrolls noch heute unübertroffene „Alice im Wunderland“ bis zu Edward Bonds „Lear“. Als Schriftsteller wurde er 1968 bekannt mit „Größerer Versuch über den Schmutz“, gefolgt vom Roman „Was ist Was“ 1987, 2010 wurden postum seine Prosagedichte „Eins nach dem andern“ veröffentlicht und 2013 seine Geschichte der Natur „Nicht eins und Doch“, die nur den ersten vollendeten Teil eines in umfangreichen Entwürfen nachgelassenen Werkes bildet.

Wolfgang Gretscher und Christiane Wyrwa (Hrsgg.)
Christian Enzensberger – Ins Freie
Ein Erinnerungsbuch

192 Seiten mit einigen Abbildungen
EUR 28,-

ISBN 978-3-89235-711-7

6 Raeber1
7 Raeber2

Der erste Teil der Publikation aus Raebers Nachlass präsentiert eine Darstellung seines Lebens, gefolgt von Tagebüchern und Korrespondenz. Die Tagebücher seit 1941 begleiten zuerst die Reflexionen des Luzerner Kantonsschülers, dann die Schwierigkeiten des Historikers mit Frau und Kindern in der akademischen Welt, der sich zum Dichter berufen fühlt und schließlich als freier Schriftsteller nur für sein Werk leben will und offen homosexuell ist, als das noch ein Straftatbestand war.
Unterbrochen von den Jahren der Entwicklung vom Lyriker zum Prosaautor, die nur durch die Korrespondenz dokumentiert werden, berichtet das 1977 einsetzende „Tagebuch eines Greises“ von Raebers Interesse an Politik, Gesellschaft und bildender Kunst, seiner Beziehung zur Schweiz und der Rolle der katholischen Kirche. Im Alter führt er darin bis 1991 eine Auseinandersetzung mit seiner sexuellen Identität und seinem gespannten Verhältnis zur „Literazzia“, wie er die angesehenen Vertreter des literarischen Lebens nennt, die seinen poetischen Grundüberzeugungen kritisch gegenüberstehen.
Die Hauptrolle in Raebers Leben und Schaffen spielt zu allen Zeiten das, was er „meine Arbeit“ genannt hat, sein literarisches Werk.

Der zweite Teilband aus Raebers Nachlass nimmt die sieben Kapitel des ersten Teils auf und präsentiert von den Aufsätzen aus der Luzerner Schulzeit bis zum letzten Vortrag an der ETH Zürich kurz vor seinem Tod eine Auswahl von literarischen und publizistischen Texten.
Den Schwerpunkt bei den literarischen Texten bilden Gedichte, an denen sich die Entwicklung der lyrischen Formen in allen Phasen seines Schaffens verfolgen lässt. Bei diesen Texten werden auch Quellen aus dem Nachlass der Schwiegereltern herangezogen und die Einzelpublikationen in Zeitschriften in einem gesonderten Anhang präsentiert. Bei den dramatischen Formen bilden die Komödie „Der Opernabend“ von 1957 und das Hörspiel „Der Tod des Diokletian“ von 1966 vollständige Werke, für die der Autor keine Möglichkeit zur Publikation fand. Ab Ende der 60er Jahre werden auch Vorformen von erst später abgeschlossenen und in den Bänden 1 bis 4 der Werkausgabe publizierten Texten berücksichtigt, bis hin zu handschriftlichen Entwürfen auf Raebers charakteristischen A,B,C,D-Blättern bei Gedichten und Prosatexten.
Die Auswahl der Arbeiten für Presse und Rundfunk belegt Raebers Interesse an Kunst und Theologie sowie an Gestalten, die sein eigenes Schaffen anregten, ob Wissenschaftler wie Mircea Eliade und Ernst Robert Curtius oder Künstler wie Pietro Metastasio, Cesare Pavese und Klaus Mann.

Weitere Informationen zu KUNO RAEBER sind abrufbar unter www.tetramorph.de

Werkausgabe Band 6 + 7: Christiane Wyrwa, Matthias Klein (Hrsg.)
KUNO RAEBER
Aus dem Nachlass I + II

Tagebücher, Korrespondenz; Gedichte, Prosa, Aufsätze
664 S., 30 Abbildungsseiten; 440 S., 12 Abb.
EUR 48,- / CHF 67,90

ISBN 978-3-89235-444-4